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Aus der Geschichte der Orthopädie...
1741 veröffentlichte der französische Arzt Nicolas Andry
(1658-1742) ein Buch für Eltern, in dem erstmals das Wort
"Orthopädie" erwähnt wurde. Ganz im Sinne der Aufklärung
forderte er eine natürliche Aufzucht der Kinder, nichts dürfe
sie einengen, Geist und Körper müssten sich trotz aller
Zivilisation ungehindert entfalten können. Andry empfahl,
Verkrümmungen der Wirbelsäule und der Beine durch
Schienen zu korrigieren.
Dieser Vorschlag war revolutionär, denn bisher galten
Verkrüppelungen gottgegeben und kaum beeinflussbar.
Andry verglich die Aufgabe des Orthopäden mit der eines
Gärtners der einen verwachsenen Baum an einen kräftigen
Pfahl anschlingt. Im Laufe der Zeit korrigiert das Wachstum
die Fehlstellung. (...)
[aus "Orthopädiegeschichte", www.orthopaedie-Museum.de]
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